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Trotz der Proteste der armenischen Bevölkerung gegen Pashinjans Regierung wegen des Abkommens mit Aserbaidschan unter Vermittlung des russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Einstellung der Kampfhandlungen schließt der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan einen Rücktritt aus. „Es gibt nur ein Thema auf meiner Tagesordnung: die Gewährleistung der Stabilität und Sicherheit des Landes“, sagte er den armenischen Medien am Montag zufolge. Die Opposition fordert seit Tagen Paschinjans Rücktritt. Bei Demonstrationen hatten ihn Protestler als „Verräter“ beschimpft.

Das Abkommen sieht die Rückgabe größerer Gebiete um Berg-Karabach an Aserbaidschan vor, die bisher unter Kontrolle Armeniens gestanden sind. Die Einigung wurde als Niederlage Armeniens und als Sieg Aserbaidschans eingestuft.

Aserbaidschan hatte während des 44 Tage lange Karabach Konflikts mehrere Gebiete befreit. Die Waffenruhe wird nun von rund 2.000 russischen Friedenssoldaten überwacht. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge dauerte die Verlegung von Truppen und schwerer Militärtechnik am Montag an.

Paschinjan zufolge werden noch Hunderte Soldaten nach dem Ende der Kampfhandlungen vermisst. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. „Wir hoffen, dass wir einige von ihnen lebend finden werden“. Die Behörden der sogenannten Berg-Karabach Republik gaben die Zahl der getöteten Soldaten am Sonntag mit 1.434 an. Aserbaidschan machte bisher mit Verweis auf das Kriegsrecht keine Angaben zu getöteten Soldaten.

Autor: Admiral